Undichtigkeiten im Sprinklertank

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Christian Engelke

Christian Engelke

Christian ist Gründer von Sprinklertank-Inspektion.de und Inspektionsexperte. Seit 2017 hat er sich auf die Inspektion enge und schwer erreichbare Räume mit Unterwasserdrohnen spezialisiert – von Sonderbauwerken über Prozessanlagen bis zu industriellen Tanks.

Inhaltsverzeichnis In diesem Artikel:

Wo Leckagen häufig entstehen

Leckagen bei Sprinklertanks treten an typischen Schwachstellen auf, die sich je nach Bauart unterscheiden.

Durchrostung an der Tankwand eines Stahltanks

Bei Stahltanks ist der Bereich der Wasserlinie besonders kritisch: Hier führt der ständige Kontakt mit sowohl Wasser als auch Sauerstoff aus der Luft zu verstärkter Korrosion, die im Laufe der Jahre zum Durchrosten der Tankwand führen kann. Dieser Prozess wird durch den Wechsel zwischen nassen und trockenen Phasen zusätzlich beschleunigt.

Betontanks dagegen neigen zur Rissbildung, wobei Setzungsrisse durch ungleichmäßige Bodenbewegungen oder Fundamentsetzungen eine häufige Ursache für Undichtigkeiten darstellen. Zusätzlich können Undichtigkeiten durch die Ablösung der Innenbeschichtung entstehen: Wenn sich die Schutzschicht vom Beton löst, dringt Wasser in den Untergrund ein, was zu fortschreitenden Schäden und Leckagen führt.

Eine weitere Bauart sind folienausgekleidete Tanks aus Stahl oder Beton, bei denen eine Kunststofffolie als Schutzbarriere dient. Hier können Leckagen durch mechanische Beschädigungen der Folie, Ablösungen von der Tankwand oder Undichtigkeiten an den Verschweißungen bzw. Verklebungen der Folienbahnen auftreten.

Alle Tanktypen erfordern daher regelmäßige Inspektionen, um diese charakteristischen Schadensmechanismen frühzeitig zu erkennen und kostspielige Wasserschäden oder den Ausfall der Sprinkleranlage zu verhindern.

Warum Unterwasserdrohnen selten Leckagen direkt finden

Unterwasserdrohnen (Unterwasserdrohnen) stoßen bei der direkten Leckageortung in Sprinklertanks häufig an ihre Grenzen, selbst wenn eine Leckage durch Wasserverluste eindeutig nachgewiesen ist.

Das grundlegende Problem: Selbst stecknadelkopfgroße Löcher können zu Wasserverlusten im Kubikmeterbereich führen, sind aber unter Wasser mit der Kamera der Unterwasserdrohne praktisch nicht sichtbar. Es gibt keine erkennbare Strömung oder Trübung, die auf die Leckstelle hinweist, da das Wasser auf beiden Seiten der Tankwand steht oder der Druckunterschied minimal ist.

Hinzu kommt, dass sich viele typische Schadstellen der visuellen Inspektion entziehen: Setzungsrisse in Betontanks beispielsweise liegen oft unter einer Sedimentschicht am Tankboden verborgen und sind damit für die Unterwasserdrohne nicht erkennbar.

Ein weiterer wichtiger Aspekt wird bei der Tankinspektion häufig übersehen: Die Ursache für Wasserverluste liegt manchmal gar nicht im Tank selbst, sondern im angeschlossenen Rohrsystem außerhalb des Tanks – etwa an Flanschverbindungen, Armaturen oder erdverlegten Leitungen. In solchen Fällen kann die Unterwasserdrohne im Tank keine Leckage finden, weil dort schlicht keine vorhanden ist.

Die Inspektion mit Unterwasserdrohnen liefert daher wichtige Erkenntnisse über den allgemeinen Tankzustand, ersetzt aber nicht die Notwendigkeit systematischer Druck- oder Dichtigkeitsprüfungen zur eindeutigen Leckageortung.

Indikatoren und Eingrenzen der Lage

Auch wenn Unterwasserdrohnen Leckagen selten direkt sichtbar machen können, gibt es verschiedene visuelle Indikatoren, die bei der Inspektion auf Undichtigkeiten hinweisen können.

Verschmutzungen an der Wasserlinie eines Folieninliners

Bei der Außenbegehung achten wir auf feuchte Stellen an der Tankaußenwand, Verfärbungen oder auffällige Vegetationsveränderungen im Tankumfeld, die auf austretende Feuchtigkeit hinweisen können. Besonders bei von außen verkleideten Tanks können Leckagen jedoch lange unentdeckt bleiben.

Im Tankinneren können ungewöhnliche Sedimentmuster oder -verwirbelungen auf Strömungen durch Leckstellen deuten. Auch sichtbare Korrosionsschäden an der Wasserlinie oder an Schweißnähten geben Hinweise auf potenzielle Schwachstellen.

Bei Stahltanks mit Folieninliner ist ein wichtiger Indikator: Gibt es ein kleines Loch in der Folie, läuft das Wasser zwischen Folieninliner und Stahlhülle und tritt irgendwo außen aus – oft schwer lokalisierbar. Breite, verschmutzte Wasserlinien an der Folie deuten darauf hin, dass der Pegel häufig schwankt oder regelmäßig Wasser nachgefüllt werden muss – ein klares Indiz für Wasserverluste. Besonders kritisch sind die Befestigungspunkte der Rohrhalterungen an der Tankwand, wo die Folie durchdrungen wird und Undichtigkeiten entstehen können.

Bei beschichteten Stahltanks sind Blasenbildung an der Innenbeschichtung oder Lochfraßkorrosion kritische Anzeichen, die zu unentdeckten Leckagen führen können – besonders wenn die Tanks von außen verkleidet sind und Feuchtigkeit nicht nach außen dringen kann.

Die Kombination dieser visuellen Befunde ermöglicht es, die Leckage schrittweise einzugrenzen und gezielte Sanierungsmaßnahmen zu planen.

Maßnahmen für Betreiber und Sanierungsmöglichkeiten

Die Sanierung eines Sprinklertanks hängt stark vom Behältertyp, der Art des Schadens und dem Zustand der Einbauten ab.

Sprinklertank-Sanierung: Mitarbeiter arbeitet im Tank

In Betonbehältern werden beschädigte Bereiche zunächst freigelegt, gereinigt und grundiert, bevor ein mehrschichtiges Glasfaserlaminat (GFK/CFK) mit Harzsystemen aufgebracht wird, das den Untergrund dauerhaft abdichtet und strukturell verstärkt.

Bei Stahltanks mit beginnender Flächenkorrosion reicht es unter Umständen aus, die Innenflächen nach der Entleerung zu sandstrahlen und mit einem geeigneten Korrosionsschutz neu zu beschichten.

Zeigt ein Stahltank jedoch Lochfraßkorrosion, ist eine andere Maßnahme erforderlich: Hier empfehlen wir das Auskleiden mit einem mehrlagigen System aus Glasfasermatten und Harz – ein Verfahren, das sich auch in Betonbehältern bewährt hat und eine sehr robuste, dichte Innenhaut herstellt.

Bei Stahltanks mit Kunststoffliner kann der Liner grundsätzlich ersetzt werden; aus unserer Erfahrung ist dies jedoch nicht immer die nachhaltigste Lösung, da der Untergrund weiterhin korrodieren kann.

Nach Abschluss aller Sanierungsarbeiten wird der Tank gereinigt, geprüft und anschließend wieder in Betrieb genommen.

Häufig gestellte Fragen

Woran erkennt man eine Undichtigkeit am Sprinklertank?

Meist indirekt: ungewöhnlicher Wasserstandsverlust, häufigeres Nachspeisen, feuchte Stellen oder Ausblühungen an der Außenseite sowie Korrosionsspuren an typischen Schwachstellen.

Warum findet eine Unterwasserdrohne Leckagen oft nicht direkt?

Die Drohne ist für die visuelle Zustandsaufnahme konzipiert. Ein Riss im gefüllten Tank zeigt keinen sichtbaren Wasseraustritt, weil innen wie außen Wasser ansteht. Sie liefert aber wertvolle Indizien (Korrosion, Beschichtungsschäden), mit denen sich die Lage eingrenzen lässt.

Wo treten Leckagen am häufigsten auf?

Bei Stahltanks an der Wasserlinie, an Schweißnähten und Durchführungen/Flanschen. Bei Betonbehältern an Rissen, Fugen und Durchdringungen. Bei Folienauskleidungen an Nähten und Beschädigungen.

Was kann ich als Betreiber bei Verdacht sofort tun?

Wasserstand und Nachspeisemenge dokumentieren, eine äußere Sichtprüfung auf Feuchte und Ausblühungen durchführen und eine Inspektion beauftragen, um die Ursache einzugrenzen.

Muss der Tank für die Leckage-Diagnose entleert werden?

Für die erste Eingrenzung nicht – die Drohneninspektion erfolgt im gefüllten Tank. Eine genaue Ortung oder die Sanierung kann je nach Schaden eine Entleerung erfordern.

Wie werden Undichtigkeiten saniert?

Abhängig von der Bauart: Betonbehälter über Risssanierung und Beschichtung, Stahltanks über Schweißung, Beschichtung oder Teilerneuerung, Folientanks über Reparatur oder Neuauskleidung – ausgeführt durch einen spezialisierten Sanierungsbetrieb.

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Dipl.-Ing. Karsten Lehrke

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